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Im Westen von
Niedersachsen, im
ehemaligen
Regierungsbezirk
"Weser-Ems" befindet sich
der Landkreis Cloppenburg.
Zu ihm gehören 3 Städte
und 10 Gemeinden mit
insgesamt 159.000
Einwohnern:
-
die Stadt
Cloppenburg
(32.000 Einwohner)
-
die Stadt
Friesoythe (20900
Einwohner) im Norden
-
die Stadt
Löningen (14200
Einwohner) im Süden
des Landkreises
sowie die Gemeinden rund
um Cloppenburg:
Wir wohnen in Garrel,
einer aufstrebenden
Gemeinde mitten zwischen
Cloppenburg und
Friesoythe. Als wir im
Winter 2007/2008 auf der
Suche nach einem
geeigneten Wohnort in
Norddeutschland waren,
fiel uns Garrel durch
seine schöne und zugleich
praktische Ortsdurchfahrt
auf. Alle Geschäfte und
alle Dienstleistungen, die
man so braucht finden sich
hier. Dennoch hat man eher
den Eindruck, dass man
sich auch als Tourist hier
wohl fühlen würde und
diese Hauptstraße macht
auch nicht den Eindruck,
als ob sie jeden Moment
unter der Last des
Verkehres zusammenbrechen
müsste - wie wir das von Magstadt
leider gewohnt waren. Es geht einfach
eine gewisse Gemütlichkeit
von diesem Ort aus.
Dabei ist Garrel aber kein
verschlafenes Nest. Die
Einwohnerzahlen zeigen es
bereits auf: Garrel ist im
Begriff eine Stadt zu
werden. Hier pocht noch immer
das
Herz der am 1. Januar 2000 von
Kamps übernommenen Wendeln-Brotfabrik, die
jetzt Lieken Golden
Toast herstellt. Zudem gibt es
weiterere Lebens- und
Futtermittelhersteller,
wie z.B.
Fleming und Wendeln.
Die Gebrüder Wendeln
wohnen auch noch hier in
Garrel. Ihnen gehört (u.a.)
das
Haus gleich neben der
Liekenfabrik, welches wir
jetzt gemietet haben.
 Die
Lieken-Brotfabrik in unserer Nachbarschaft
- Winterliches Panorama im November 2008
Ja, wir wohnen neben der
Brotfabrik. Zugegeben: Der
Ausblick aus unserem
Wohnzimmerfenster ist mit
dem in
Magstadt nicht mehr zu
vergleichen. Damals
schauten wir aus dem 6.
Stock eines sehr schönen
und gepflegten Hochhauses
aus dem riesigen
Wohnzimmerfenster oder vom
Balkon über den gesamten
Ort. Jetzt wohnen wir
ebenfalls im Grünen, aber unser Blick vom
Erggeschoss des Hauses
wird vom
Fabrikgebäude begrenzt.
Zwischen uns und der
Brotfabrik liegt aber noch
eine grüne Wiese.
Verglichen mit dem was man
aus dem Fenster einer
Stadtwohnung zu sehen
bekommt, haben wir es sehr
gut getroffen. Wenn der
Wind günstig steht, dann
duftet es hier herrlich
nach frisch gebackenem
Brot. Wenn er allerdings
weniger günstig weht, dann
kann es hier schonmal
recht "ländlich" riechen.
In Garrel sind eben nicht
nur Lebens- und
Futtermittelfabriken,
sondern auch einige
landwirtschaftliche
Betriebe ansässig.
Die meisten Einkäufe
können wir direkt in
Garrel mit dem Fahrrad
erledigen. Was wir hier
nicht finden, das bekommt
man ganz bestimmt in
Cloppenburg oder in
Friesoythe, beides mit dem
Auto in nur 20 Minuten zu
erreichen. Für die Kinder
gibt es eine Grundschule
und eine Realschule am Ort.
Leider gibt es kein
Gymnasium in Garrel. Eine IGS wäre
eigentlich die optimale
Schulform für einen Ort
dieser Größenodnung. Man
könnte alle Schulformen in
einem Gebäude
unterbringen. Die Lehrer
könnten flexibel
eingeteilt werden. Derzeit
müssen die Kinder mit dem
Bus nach Cloppenburg
fahren, wo das
Clemens-August-Gymnasium
aus sämtlichen Nähten
platzt. Alternativ dazu
gibt es ebenfalls in
Cloppenburg noch das
"
ULF". Das sehr schöne
Albertus-Magnus-Gymnasium
in Friesoythe ist leider den
Kindern dort und nördlich
davon vorbehalten.
Die nächste größere Stadt ist
Oldenburg, ca. 25 Kilometer nördlich von
Garrel und mit dem Auto in etwa einer halben
Stunde zu erreichen. Oldenburg ist eine
kreisfreie Stadt und gehört nicht zum
Landkreis Cloppenburg (der müsste
sonst wohl auch nach ihr
benannt sein). Mit
ihren 160.000 Einwohnern
ist Oldenburg die viertgrößte
Stadt in Niedersachsen. In der Rangliste
der größten deutschen
Städte liegt sie aber nur
auf Platz 50. Die nächste
wirklich große Metropole
von hier aus ist Bremen,
ca. 70 km östlich von
Garrel. Das ist nicht mehr ganz
unser Einzugsgebiet. Eine weitere Stunde
auf der Autobahn und man ist entweder in
Hamburg oder in Hannover.
Hier in Garrel (wie auch im ganzen Cloppenburger Land und Oldenburg) begrüßt man sich zu
jeder Tageszeit mit
"Moin". Die Leute
hier duzen
sich alle. Radfahrer dürfen auf
dem Gehweg fahren. Die
älteren bzw. die
'Ureinwohner' snacken
platt.
Übrigens sagt man hier nur
"Moin". Aber normalerweise
nicht "Moin-Moin". Das ist
erst weiter nördlich bei
den Friesen so. Es fällt
aber auf, dass die Leute
morgens lieber "Morgen"
sagen und erst ab Mittag
heißt es dann wirklich
"Moin". Das Wort ist wohl
abgeleitet aus dem
plattdeutschen Wort "moi",
was so viel wie "gut"
heißt. Wan wünsch sich
also "Guten" als
allgemeine Kurzform für
"Guten Tag."
Möglicherweise wurde der
allgemeine Gruß "Moi
zusammen" zu "Moisen"
verschliffen. Das sagt man
tatsächlich gelegentlich
hier, wenn man wohl
mehrere grüßt oder es mal
ganz herzlich meint. Am
Ende blieb aber wohl nur
noch das kurze "Moin"
übrig. In vielen Regionen
Deutschlands verwendet man
das ganz gern mal so zum
Scherz. Hier aber ist das
die generelle Grußform.
Wer "Tach" sagt, der ist
schon als Tourist
entlarvt. Und "Grüß Gott"
sagt man hier schon gar
nicht, obwohl die Bürger
im Landkreis Cloppenburg
überwiegend katholisch
sind.
Das
Wappen von Garrel: Ein
Schäfer mit Hut und
Hirtenstab zeigt auf,
dass man sich in der
Region einst vorrangig von
derSchafzucht
ernährte.
Mehr über unsere Region
erfährst Du hier:
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